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Ausstellung

20. Dezember 2019 – 2. Februar 2020
Eröffnung: Donnerstag, 19. Dezember, 19 Uhr
Kunsthalle Bern, Helvetiaplatz 1, 3005 Bern

Wir publizieren

Redaktion, Gestaltung, Produktion und Distribution unabhängiger Magazinformate in der Schweiz seit 1960

Die Ausstellung «Wir publizieren» ist ein gemeinsames Projekt des Fachbereichs Gestaltung und Kunst der Hochschule der Künste Bern HKB und des Departements Kunst und Design der Hochschule für Künste Bremen. Sie richtet den Blick auf unabhängige, kollektive Praktiken des Herausgebens, Vervielfältigens und Verteilens.

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Das Projekt beruht auf einem an der HKB entstehenden Archiv unabhängiger Publikationen seit den 1960er Jahren mit Schwerpunkt Schweiz, das in Lehrveranstaltungen bearbeitet wird. Im Archiv finden sich Magazine von Jugendlichen, Designer_innen, Künstler_innen und Bewegten. Sie haben alle nach Formen gesucht, wie Inhalte ohne professionellen Filter – also ohne an Vermittlung, Übersetzung oder Zielgruppen zu denken – ausgedrückt werden können.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in das Archiv von bislang 500 Publikationen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Politik und soziale Bewegungen. Sie zeigt Magazine und Vertriebsstrukturen, den Stand der Forschung, erste Stichproben sowie die Arbeit mit der Sammlung, und fragt: Woran lässt sich das gesteigerte Interesse an Gedrucktem festmachen? Wie haben sich seit den 1960er Jahren Themen, Herangehensweisen, Ästhetik und Haltung beim unabhängigen Publizieren verändert – und warum?

Im Rahmen der Ausstellung findet eine Reihe öffentlicher Gespräche mit Gestalter_innen, Künstler_innen, Autor_innen und Herausgeber_innen der Publikationen in der Sammlung statt. Dabei werden Fragen nach Selbstorganisation, Rollenzuweisungen, Ausrichtung, Distribution, Finanzierung, Zusammenarbeit und Selbstermächtigung diskutiert. Die Termine werden laufend aktualisiert unter Veranstaltungen.

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Veranstaltungen

16. – 17. Januar 2020
Kunsthalle Bern, Helvetiaplatz 1, 3005 Bern

Wir diskutieren

Tagung im Rahmen der Ausstellung «Wir publizieren»

«Am Schnittpunkt von Literatur, Kunst, Design, Technik, Recht, Politik und Wirtschaft wirkt eine Gemengelage von Praktiken, Prozessen und Institutionen, in der sich das kaum erforschte Phänomen des unabhängigen Publizierens bewegt.» (Gilbert 2019) Die eineinhalbtägige Tagung «Wir diskutieren» zielt darauf ab dieses Phänomen anhand von Vorträgen, Diskussionen und Interventionen zu erörtern. Dabei stellen wir uns unter anderem die folgenden Fragen: Wie lässt sich das Interesse an selbstorganisierten Publizieren als politische und soziale Praxis, sowie den daraus entstandenen Artefakten begründen? Wie lassen sich diese meist komplexen und kollektiven Prozesse archivieren und zugänglich machen? Welche Ansprüche leiten sich daraus auf unser heutiges Verhalten ab? Und, wie lassen sich diese vermitteln? Die Tagung findet im Rahmen der Ausstellung «Wir publizieren – Redaktion, Gestaltung, Produktion und Distribution unabhängiger Magazinformate in der Schweiz seit 1960» (Kunsthalle Bern, 20. Dezember 2019 – 2. Februar 2020) statt. Die Teilnahme ist öffentlich und kostenlos. Die Beiträge werden auf Video aufgenommen und nach der Tagung auf dieser Website veröffentlicht. 
 

Donnerstag, 16. Januar 2020, 19:00–20:30

Anti-Book: Crisis and Materiality in Political Self-Publishing

Vortrag von Nicholas Thoburn (Dozent für Soziologie, University of Manchester) mit anschliessender Diskussion (in Englisch).
Einführung: Andreas Vogel, Moderation: Lucie Kolb

This talk presents a communism of experimental self-publishing, a communism that shifts attention from the content of publishing to publishing’s many and various material forms. These experimental forms, I will argue, are traversed by crisis, wrought as they are from a social terrain coursing with hostile relations of gender, race, and class. The talk takes a «post-digital» approach to publishing, exploring experimental practice from the standpoint of a publishing landscape thoroughly transformed by digital technology and informed by the rich traditions of artists’ publishing. Developing arguments from my Anti-Book, the talk keeps examples of publishing practice at the foreground. It focuses in particular on an anonymously published book of tweets from the 2015 Baltimore uprising against racial terror.

Nicholas Thoburn is Senior Lecturer in sociology at the University of Manchester. He is author of Anti-Book: On the Art and Politics of Radical Publishing (2016) and Deleuze, Marx and Politics (2003), and co-editor of Deleuze and Politics (2008), Objects and Materials (2014), and Franco Berardi’s After the Future (2011). He has published on political theory, media aesthetics, social movements, and architecture, and is on the editorial board of the cultural studies journal New Formations (2019).
 

Freitag, 17. Januar 2020, 14:00–14:30 

Irgendwie anders: Nötige Differenzierungen im Spannungsfeld von Anspruch und Wirklichkeit

Vortrag von Annette Gilbert (Literaturwissenschaftlerin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) mit anschliessender Diskussion (in Deutsch).
Einführung und Moderation: Lucie Kolb

Häufig schwingt in Slogans wie «The Book as Democratic Multiple», «Publishing as Artistic Practice» oder «The Page as Alternative Space» die implizite Überzeugung mit, dass unabhängige, kollektive und/oder künstlerische Formen des Publizierens von der sonstigen Publikations-, Literatur- und Kunstpraxis so grundverschieden seien, dass sie befreiend, ja revolutionierend auf diese wirken könnten. Das Publizieren wird so nicht nur als Alternative zur Kunstwelt und zum Literaturbetrieb, sondern explizit auch als Alternative zu den gängigen Modellen des Buchhandels entworfen. Die Frage ist nicht nur, ob dieses Versprechen immer eingelöst werden kann, sondern auch, ob sich diese binäre Opposition überhaupt aufmachen lässt.

Annette Gilbert ist Literaturwissenschaftlerin mit besonderem Interesse an der Medialität und Materialität von Literatur, an Phänomenen im Grenzbereich von Kunst und Literatur und an den Veränderungen von Produktions-, Publikations- und Distributionspraktiken und Öffentlichkeit im postdigitalen Zeitalter. Jüngste Veröffentlichungen: Im toten Winkel der Literatur. Grenzfälle literarischer Werkwerdung seit den 1950er Jahren (2018); Publishing as Artistic Practice (2016, Hg.); Unter dem Radar. Underground- und Selbstpublikationen 1965–1975 (2016, Hg. mit Jan-Frederik Bandel und Tania Prill).
 

Freitag, 17. Januar 2020, 14:30–15:30

Archive des unabhängigen Publizierens

Roundtable mit Jan-Frederik Bandel (Archive of Independent Publishing Bremen), Rolf Lindner (Archiv für Alternativkultur Berlin), Anja Schwanhäußer (Autorin) und Andreas Vogel (Leiter Fachbereich Gestaltung und Kunst, Hochschule der Künste Bern) (in Deutsch).
Einführung und Moderation: Tania Prill

Drei Archive, die auf unterschiedliche Art miteinander verwoben sind: Das Archive of Swiss Independent Periodical Publishing (ASIPP) geht aus dem Buch- und Ausstellungsprojekt Projekt Unter dem Radar hervor, dessen Kern die Publikationen des Archive of Independent Publishing (AIP) bilden. Das AIP ist eine Sammlung deutscher und internationaler Underground- und Selbstpublikationen, die seit 2018 an der Hochschule für Künste Bremen beheimatet ist. Stilrevolte Underground – Die Alternativkultur als Agent der Postmoderne von Anja Schwanhäußer ist die erste Publikation einer AIP-Buchreihe bei Spector Books. Ausgangspunkt des Buchs ist das Archiv für Alternativkultur. Dieser Nachlass des Literarischen Informationszentrums Josef Wintjes am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin ist ein Bestand von literarischen, künstlerischen und politischen Archivmaterialen der neuen sozialen Bewegungen in Deutschland seit den 1960er Jahren. 

Der Roundtable wird die These des Buches Stilrevolte Underground, die von einer Komplizenschaft zwischen Subkultur und postmodernem Kapitalismus ausgeht, diskutieren. Der Fokus liegt hierbei einerseits auf den Publikationen, die eine wichtige Rolle in der Konstituierung der Undergroundszene spielten, andererseits auf die Infrastrukturen und sozialen Orte, auf die das unabhängige Publizieren angewiesen ist. Inwiefern haben sich das kollaborative und kollektive Arbeiten und die Öffentlichkeit, die dadurch erzeugt wird, heute verändert? Und warum finden heutzutage immer noch Bezugnahmen auf den historischen Underground statt?

Jan-Frederik Bandel, geboren 1977, lebt als Lektor, Literaturwissenschaftler und Übersetzer in Leipzig. Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Hamburg und Baltimore, Promotion in Berlin. Seit 2012 Lehrbeauftragter an der HfK Bremen. Diverse Buchpublikationen, zuletzt Unter dem Radar. Underground- und Selbstpublikationen 1965–1975 (2017, Hg. mit Annette Gilbert und Tania Prill).

Rolf Lindner, Prof. i.R. für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin. Er war Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut (KUWI) Essen, am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften Institut (IFK) Wien sowie am Labor Populäre Kulturen am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaften (ISEK) der Universität Zürich. Monographien seit 2000: Die Stunde der Cultural Studies (2000); Walks on the Wild Side. Eine Geschichte der Stadtforschung (2004); Die Entdeckung der Stadtkultur (2007, Neuauflage Campus Bibliothek Klassiker); Berlin, absolute Stadt (2016).  

Anja Schwanhäußer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie an der Universität Göttingen. Sie publiziert zu den Themen Stadtethnologie, Underground und Feldforschung. Künstlerisch war sie an off-Theatern tätig und initiierte die Gruppe «HorseArt». Zur Zeit erforscht sie die «little world» des Ponyhofs in der Berliner Vorstadt. Aktuelle Publikation: Stilrevolte Underground: Applied Publishing Studies (2019).
 

Freitag, 17. Januar 2020, 15:45–16:30

Radical Publishing Practices Demand Radical Librarianship: Perspectives and Framing Under the Disguise of Neutrality

Vortrag von Eva Weinmayr (Künstlerin, Forscherin und Dozentin) mit anschliessender Diskussion (in Englisch).
Einführung und Moderation: Lucie Kolb

The concept of the library seems to have gained much attention recently. On the one hand, we keep hearing about public library closures across the continent, on the other, we witness much energy and activism in the development and sustenance of shadow libraries, whether physical or online. After all, libraries are spaces that turn marketable goods into public goods. They provide free access to knowledge that would otherwise have to be purchased. However, libraries arguably are also disciplinary institutions. They determine what is validated and legitimised as relevant knowledge and secondly how this material is framed and represented in the catalogue, which as I will claim, constitutes itself a meaning-making structure. As library scholar Emily Drabinski points out, classification schemes «are socially produced and embedded structures, they are products of human labour that carry traces of all the intentional and unintentional racism, sexism, and classism of the workers who create them. It is not possible to do classification objectively. It is the nature of subject analysis to be subjective». Using the Library of Inclusions and Omissions as a starting point I will discuss the political nature of cataloguing and indexing and its implicit dilemma since each standard and category valorises some point of view and silences another.

Eva Weinmayr is an artist researcher and educator investigating the border crossings between contemporary art, radical education and institutional analysis by experimenting with modes of queer knowledge formation. She is co-founder of AND Publishing, a feminist publishing platform and collaborative practice based in London and conducts currently a PhD in Artistic Practice on the Micropolitics of Publishing at Valand Academy, University of Gothenburg.
 

Freitag, 17. Januar 2020, 17:00–17:30

Buchroutine

Vortrag von Tine Melzer (Dozentin, Hochschule der Künste Bern) mit anschliessender Diskussion (in Deutsch).
Einführung und Moderation: Andreas Vogel

Tine Melzer spricht über ihrer Praxis als Autorin von autonomen Buchpublikationen. «Künstler sein bedeutet Publizist sein», sagte unlängst der niederländische Buchkünstler Jan Voss. Sie findet, er hat Recht. Selbstermächtigung und Publikationspraxis gehören für sie zu künstlerischer Äusserung. Dabei stehen Fragen der Kontrolle, des Publikums und der Übersetzung zentral. Sie nutzt die konventionelle Form des physischen, gedruckten Buches zur Materialisierung von Übergängen zwischen Text und Bild, Sagen und Zeigen, Denken und Meinen. Auch in der Lehre ermutigt sie dazu, gedruckte Fassungen von Werken zu erarbeiten, selbst wenn diese transdisziplinär, ephemeral, fragmentarisch oder unfertig sind. Deshalb bündelt Melzer auch jedes Hochschulseminar zu abschliessenden Printpublikationen, von denen sie einige Beispiele zeigt.

Tine Melzer studierte Bildende Kunst und Philosophie in Amsterdam und wurde in England promoviert. Ihre Arbeit verbindet Sprachphilosophie mit visuellen Mitteln und autonomen Publikationsformaten. Sie ist Dozentin an der Hochschule der Künste in Bern, und forscht zum Aspektsehen in Bild, Text und transdisziplinärem Vokabular.
 

Freitag, 17. Januar 2020, 17:30–18:00

Teaching Publishing

Vortrag von Urs Lehni (Grafik-Designer, Herausgeber und Leiter BA Visuelle Kommunikation, Hochschule der Künste Bern) und Olivier Lebrun (Grafik-Designer und Leiter BA Graphic Design, ENSBA Lyon) mit anschliessender Diskussion (in Englisch).
Einführung und Moderation: Robert Lzicar

Olivier Lebrun und Urs Lehni sind beide Grafiker, Verleger und involviert in Kunsthochschulen als Leiter eines Studiengangs. So liegt es nahe dass sie in ihrer Lehre versuchen, diese Felder miteinander zu verknüpfen um verschiedene Strategien zur Vermittlung von Publishing zu testen und alternative Modelle der Produktion und Diffusion von Inhalten zu etablieren. In ihrem Input werden sie einige Beispiele aus ihrer Lehre vorstellen, so z.B. das Magazin Revue Initiales (ENSBA Lyon), das Buch Bernard Chadebec: Intrus Sympatiques (HfG Karlsruhe) oder die Publikations-Plattform BookBoY (HfG Karlsruhe). 

Olivier Lebrun produces editorial projects which focus on the links between content and container. He is the author of Stolen Works of Art (2010), the Pocket Companion to Books from The Simpsons serie (Rollo Press, 2012, 2013, Yellow Pages, 2018) and Bernard Chadebec, Intrus Sympathiques with Urs Lehni and students of the HfG Karlsruhe (Rollo Press, 2016). He’s coordinating the BA Graphic Design at ENSBA Lyon (FR).

Urs Lehni ist arbeitet als Grafiker in Zürich und leitet seit Sommer 2019 den BA Visuelle Kommunikation an der HKB Bern. Mit seinem Verlagsprojekt Rollo Press hat er seit 2008 ca. 60 Titel veröffentlich und 2015 dafür den renommierten Jan Tschichold Preis des Bundesamtes für Kultur erhalten.
 

Freitag, 17. Januar 2020, 18:15–19:00

Learning from Publishing

Roundtable mit Lucie Kolb (Künstlerin und Autorin), Tania Prill (Grafik-Designerin und Professorin für Typografie, Hochschule der Künste Bremen) und Robert Lzicar (Designer, und Leiter MA Design, Hochschule der Künste Bern) (in Deutsch).
Einführung und Moderation: Andreas Vogel

Im Rahmen von «Wir publizieren» fanden diverse Lehrveranstaltungen an der Hochschule der Künste Bern HKB und an der Hochschule der Künste Bremen statt, bei denen die Studierenden auf unterschiedlichste Arten mit dem Archiv arbeiteten: Unter dem Titel «Wir publizieren: Archivbesuche, Gastvorträge, Diskussionen» führte Lucie Kolb in die Geschichte des Selbstpublizierens ein; in der Y-Toolbox «Andere Öffentlichkeiten» untersuchte sie mit den Studierenden, wie unsere Sprache sich oft unbewusst an professionellen oder disziplinären Konventionen orientiert. Im Seminar «Wir publizieren… jetzt als Film…» verhandelten die Studierenden, angeleitet durch Asli Serbest und Tania Prill, die Relation der Medien Print und Film, produzierten andersartige Verbindungen, Geschichten und Übersetzungen zwischen den beiden Medien und setzten diese – im Raum – in Bewegung. In Robert Lzicars Seminar zur Geschichte der visuellen Kommunikation entwickelten die Studierenden Fragen zu Inhalt, Form, Produktion und Vertrieb historischer Publikationen aus der Sammlung von «Wir publizieren», recherchierten historische Daten, Fakten und Zusammenhänge und beantworteten diese in Form einer Geschichte.

Basierend auf den Erfahrungen aus diesen Lehrveranstaltungen, wird der Roundtable diskutieren, wie und was man aus der Auseinandersetzung mit Publizieren und Publiziertem lernen kann. Welche Potentiale haben Publikationsprojekte für die Ausbildung und Entwicklung von Studierenden? Wie können Selbstpublikationen beforscht werden? Der Roundtable möchte damit auch einen Beitrag zur Diskussion über den Charakter von Kunsthochschulen leisten, in der nicht nur Lerninhalte sondern auch Fragen nach der Organisation, bzw. dem institutionellen Rahmen zur Debatte stehen.

Lucie Kolb ist Künstlerin, Autorin und Herausgeberin des Magazins Brand-New-Life. Sie promovierte 2017 an der Akademie der bildenden Künste Wien zu künstlerischen publizistischen Strategien seit 1960 und forscht am Institut für Experimentelles Design und Medienkulturen Basel im vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierten Projekt «Institutions as a Way of Life» zum Erbe von Institutionskritik. Daneben publiziert sie regelmässig zu Self-Publishing, Ausbildung und Kunstkritik, zuletzt erschien die Monographie Studium, nicht Kritik (2017).

Tania Prill ist Grafik-Designerin (Studio Tania Prill, Zürich) und leitet das HfK-Masterstudio «School of Visual Combinations». Jüngste Veröffentlichungen: Unter dem Radar – Underground- und Selbstpublikationen 1965–1975 (2016, Hg. mit Annette Gilbert und Jan-Frederik Bandel), Typografie als künstlerisches Ereignis (2016, Hg. mit Michael Glasmeier), MONEY (2015, mit Alberto Vieceli und Sebastian Cremers). Tania Prill war Professorin für Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) und ist seit 2010 Professorin für Typografie an der Hochschule der Künste Bremen (HfK), wo sie das AIP–Archiv of Independent Publishing koordiniert.

Robert Lzicar ist Designer, Professor und Forscher. An der HKB unterrichtet er Designgeschichte, leitet den MA Design und koordiniert das Forschungsfeld Design History. Er organisierte das Symposium Mapping Graphic Design History in Switzerland (2014), gab eine gleichnamige Publikation heraus (2016, Hg. mit Davide Fornari) und koordiniert das vom Programm Sinergia des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierte Forschungsprojekt Swiss Graphic Design and Typography Revisited (seit Oktober 2016).
 

Freitag, 17. Januar 2020, 19:00

Apéro

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20. Dezember – 02. Februar 2020
Kunsthalle Bern, Helvetiaplatz 1, 3005 Bern

Wir publizieren: Oral Histories

Öffentliche Gespräche mit Gestalter_innen, Künstler_innen, Autor_innen und Herausgeber_innen der Publikationen in der Sammlung

Im Rahmen der Ausstellung «wir publizieren» findet eine Reihe öffentlicher Gespräche mit Gestalter_innen, Künstler_innen, Autor_innen und Herausgeber_innen der Publikationen in der Sammlung statt. Dabei werden Fragen nach Selbstorganisation, Rollenzuweisungen, Ausrichtung, Distribution, Finanzierung, Zusammenarbeit und Selbstermächtigung diskutiert. Die Termine werden hier laufend aktualisiert.

Samstag, 21. Dezember 2019, 11:00, 12:00

Gespräch mit Roland Fischbacher & David Basler (Strapazin)
Gespräch mit Roland Fischbacher (Fabrikzeitung)


Sonntag, 22. Dezember 2019, 15:00

Gespräch mit Judith Welter (Brand-New-Life)


Samstag, 28. Dezember 2019, 10:00, 12:00, 14:00, 16:00

Gespräch mit Flurina Rothenberger & Rahel Arnold (Nice)
Gespräch mit Oliver Kielmayer (We Are The Artists)
Gespräch mit Kaj Lehmann, Marc Schwegler, Remo Bitzi (zweikommasieben)

Gespräch mit Wolfgang Bortlik (Alpenzeiger)


Samstag, 18. Januar 2020, 14:00

Gespräch mit Christoph Schuler (Stilett)


Samstag, 25. Januar 2020, 11:00

Gespräch mit Michael Hiltbrunner (Wiggerflut, Romp, Pablo Gerusa).

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Seminare

«Für das Wissen, das mit dem Büchermachen und Verlegen verbunden ist, fehlt ein Ort, an dem es im Zusammenhang vermittelt wird. An Kunstakademien lehrt man die Gestaltung von Büchern; an Fachhochschulen für Buchhandel den Verkauf; in der Germanistik erfährt man, wie Texte zu editieren sind. Wo aber wird das Verlegen unterrichtet?»

Spector Books, Applied Publishing Studies, Sitterwerk, 10.5.2014

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Andere Öffentlichkeiten
Lucie Kolb

Das Projekt «Wir publizieren» baut an der HKB eine Sammlung zu unabhängigem Publizieren auf. Darin finden sich Magazine von Jugendlichen, Künstlerinnen, Bewegten, die sich durch die Suche nach einer Form auszeichnen, etwas ohne professionellen Filter auszudrücken und beim Verfassen von Inhalten nicht primär an Vermittlung, Übersetzung oder an eine spezifische Zielgruppe zu denken. So sind die Texte in Magazinen wie Hofnachrichten, Eisbrecher, Art Power und anderen formal eigenwillig und die Themenwahl manchmal überraschend. Was wir heute davon lernen können ist, zu erkennen wie unsere Sprache in den Beschreibungen unserer Arbeit, Essays, in Bewerbungen sich oft unbewusst an professionellen oder disziplinären Konventionen orientiert. Diese Konventionen sind geprägt von bestimmten Vorstellungen von Geschlecht, sozialer Schicht und ethnischem Hintergrund, die immer auch spezifische Ausschlüsse produzieren. Durch Lektüre und Diskussion von Beiträgen in unabhängigen Publikationen und dem Verfassen eigener Texte, soll für solche Konventionen sensibilisiert und dazu ermutigt werden, Sprachen zu finden, die eine andere Sozialität herstellen können als eine marktbestimmte Öffentlichkeit. Die Y-Toolbox ist als Vorbereitung für eine Ausstellung zum Thema «Publizieren» im Dezember 2019 in der Kunsthalle Bern konzipiert.

HKB
Y-Toolbox
11.-15.11.2019

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Wir publizieren… jetzt als Film…
Asli Serbest, Tania Prill

Das Seminar wird die Relation der Medien Print und Film neu bestimmen. Es wird andersartige Verbindungen, Geschichten und Übersetzungen zwischen den beiden Medien produzieren und – im Raum – in Bewegung setzen. Ziel ist es, eine Reihe von Underground-Publikationen für die Schweizer Ausstellung medial zu transformieren, das heisst, gedruckte, gezeichnete und gebundene Papierobjekte in bewegte Bilder zu übersetzen. 

Übersetzung meint dabei nicht nur das Zeigen und Archivieren von Originalen in Video-Kopien, sondern die Konfrontation beider Medien. Diese Konfrontation kann chaotisch, romantisch, geometrisch oder (un-)symmetrisch sein, sie erhält in jedem Fall die Sichtbarkeit beider Medien. Die Übersetzung setzt Publikation und Film in Beziehung, sie kann auch ausgeschlossene und verloren gegangene Ideen, Denk- und Wahrnehmungsweisen dazuholen. Sie kann Sprachen erfinden, hybride Konstellationen entwickeln und mit ungewöhnlichen Formationen experimentieren. Schliesslich wird die Übersetzung einen eigenen Raum produzieren, zwischen Magazin und Film, mit neuen und für neue Erzählweisen. Unser Seminar wird, obwohl es den konkreten Anlass der Berner Ausstellung im Blick hat, auch exemplarisch untersuchen, in welcher Art und Weise Bücher und gedruckte Publikationen in Ausstellungen kuratiert und gezeigt werden könnten. 

HfK Bremen
Seminar im BA / Ma Integriertes Design
Sommersemester 2019

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Wir publizieren
Archivbesuche, Gastvorträge, Diskussionen
Lucie Kolb

Im Fokus steht das gemeinsame, selbstorganisierte Publizieren von Magazinen. Ob in gedruckter Form oder digital, das Publizieren von Periodika ist immer eine kollektive Arbeit, denn es vereint unterschiedliche Kompetenzen wie Schreiben, Gestalten, Vertreiben und Herausgeben. Beim Publizieren wird nicht nur etwas öffentlich, es bilden sich auch Gruppen, es werden Bande geknüpft, Freunde und Feinde geschaffen. Das Magazin ist also nicht nur Ort für die Reproduktion von Bildern und Texten, sondern ein Ort der Produktion von Sozialem. In dieser Perspektive führt der Workshop in die Geschichte des Selbstpublizierens ein. Mit Schwerpunkt Bern schauen wir uns verschiedene Projekte an, die sich entschieden haben, ihre Inhalte selber in Umlauf zu bringen. Dafür machen wir Exkursionen und besuchen etwa das Archiv der Kunsthalle Bern und die Schweizerische Nationalbibliothek in denen sich Dokumente des Nonkonformismus, der Fluxus- und der Anti-Psychiatrie-Bewegung finden. Wir sichten gemeinsam Beispiele, lesen und diskutieren – sprechen aber auch mit Personen, die heute selber publizieren –, und fragen nach den Beweggründen und Visionen, die mit dieser Praxis verknüpft sind.

HKB
Y-Toolbox
15.-18.04.2019

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Wir publizieren
Seminar in Geschichte der visuellen Kommunikation
Robert Lzicar

Wir setzen uns mit Inhalt, Form, Produktion und Vertrieb historischer Publikationen aus der Sammlung von «Wir publizieren» auseinander. Dazu wählen Studierende eine der Publikationen aus, recherchieren historische Daten, Fakten und Zusammenhänge, entwickeln aus ihrem Interesse eine Fragestellung, beantworten diese in Form einer Geschichte und präsentieren sie als Beitrag zur Ausstellung in der Kunsthalle Bern Ende 2019 in Wort und Bild. Bereichert wird dieser Prozess durch Inputs und Diskussionen mit Gästen aus der Projektgruppe, Expert_innen und Zeitzeug_innen. Der Workshop soll ausserdem dazu beitragen heutige Formen von Selbstpublikationen kritisch zu überdenken und in einen grösseren historischen Zusammenhang einzuordnen, und so gestalterischer Nostalgie und unreflektierter Aneignung stilistischer Elemente entgegenwirken. 

Hochschule der Künste Bern HKB
Seminar im BA Visuelle Kommunikation
Frühlingssemester 2019

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Wir publizieren im Antichambre
Saskia van der Meer, Tania Prill, Paul Steinmann

Die Ausstellung «Wir publizieren», die in der Kunsthalle Bern eine Sammlung von unabhängigen, seriellen Publikationen mit dem Schwerpunkt Schweiz zeigt, wird angekündigt und begleitet durch die Inszenierung «Wir publizieren im Antichambre» im gleichnamigen Berner Off-Space. Die Inszenierung der Bremer Student_innen der Hochschule für Künste nimmt in filmischen Sequenzen transformierte Elemente der Berner Sammlung auf, simuliert den Prozess des Druckens und bietet vom 4.12.2019 bis zum 5.1.2020 Berührungspunkte mit Passant_innen in der Berner Innenstadt.

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Personen

Franziska Bauer

ist Grafikdesignerin, Künstlerin, Selbstverlegerin und gender-queer Aktivistin. Sie ist Teil des multimedialen Kunstkollektivs ELAF, das im November 2018 in der Debatterie eine vierteilige Ausstellung von thealit/Bremen zum Thema Absage veranstaltete. ELAF ist Teil des Dynamic Archive Project, das im Sommer 2019 startet. Franziska Bauer ist auch Mitherausgeberin, Autorin und Grafikdesignerin des jährlich erscheinenden, selbstveröffentlichten, queer-feministischen maga_zine Purple Scare.

Lukas Cvitak

studiert Integriertes Design an der Hochschule für Künste Bremen. Er beschäftigt sich mit interdisziplinären Projekten, an der Schnittstelle zwischen Gestaltungsbereichen wie Bewegt Bild, Grafik, Produkt und Rauminstallation.

Roland Fischbacher

*1956, absolvierte seine Ausbildung zum Visuellen Gestalter in Biel und Zürich. Als selbständiger Designer verfügt er über langjährige Erfahrung in der Gestaltung von Katalogen und Plakaten, u.a. für das Kulturzentrum Rote Fabrik Zürich, das Museum für Gestaltung, das Helmhaus und das Präsidialdepartement der Stadt Zürich. Er war in den 80er Jahren Mitinitiant von Publikationen wie «Eisbrecher», «Subito» und «Fabrikzeitung». Zudem ist er Mitherausgeber der Comicpublikationen «Strapazin». Ab 1993 war er Dozent in Visueller Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern, wo er ab 2002 auch den Studienbereich Graphic Design leitete. Er war zwischen September 2007 und Juli 2019  Studiengangsleiter Visuelle Kommunikation an der HKB.  

Lucie Kolb

Künstlerin, Autorin und Herausgeberin des Magazins Brand-New-Life. Sie promovierte 2017 an der Akademie der bildenden Künste Wien zu künstlerischen publizistischen Strategien seit 1960 und forscht am Institut für Experimentelles Design und Medienkulturen Basel im vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierten Projekt «Institutions as a Way of Life» zum Erbe von Institutionskritik. Daneben publiziert sie regelmässig zu Self-Publishing, Ausbildung und Kunstkritik, zuletzt erschien die Monographie «Studium, nicht Kritik» (transversal texts 2017).

Lara Kothe

studierte Grafikdesign mit dem Schwerpunkt Editorial Design und Typografie in Hamburg. Von ihr erschien 2016 das ausgezeichnete und weltweit mehrfach ausgestellte Buch «das Lethe-Kompendium» im Selbstverlag. In diesem fungierte sie sowohl als Herausgeberin als auch als Autorin, Künstlerin, Kuratorin und Grafikerin und widmete sich des Publizierens als künstlerische Praxis. Nach Aufenthalten in Amsterdam und Berlin arbeitet sie mittlerweile im Atelier der Hochschule der Künste Bern in der Schweiz. Seit 2017 studiert sie zudem die Vertiefung Design Research an der Hochschule der Künste Bern im Master Design, ist Associate Researcher im Forschungsprojekt «Swiss Graphic Design and Typography Revisited» und Researcher im Forschungsfeld Design History an der Hochschule der Künste Bern. 
www.larakothe.com

Robert Lzicar

ist Designer, Professor und Forscher. An der HKB unterrichtet er Designgeschichte, leitet den MA Design und koordiniert das Forschungsfeld Design History. Er organisierte das Symposium «Mapping Graphic Design History in Switzerland» (2014), gab eine gleichnamige Publikation mit Davide Fornari heraus (Triest, 2016) und koordiniert das vom Programm Sinergia des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierte Forschungsprojekt «Swiss Graphic Design and Typography Revisited» (seit Oktober 2016).

Tine Melzer

hat in Amsterdam Bildende Kunst und Philosophie studiert, an der Rijksakademie van beeldende kunsten ein Atelierstipendium erhalten und in England promoviert. Sie verbindet Sprachphilosophie mit visuellen Mitteln und macht Bücher im Selbstverlag. 2004–2009 Dozentin an der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam, regelmässig Ausstellungen und Publikationen im In- und Ausland. Seit 2014 Dozentin an der Hochschule der Künste Bern (Y Institut, Gestaltung und Kunst: Fine Arts). www.tinemelzer.eu

Daniela Mirabella

arbeitet als selbstständige Grafikerin im Atelier Mirabella-Morganti in Zürich, hauptsächlich für Kunden aus dem Kultur- und dem Bildungsbereich. Sie unterrichtet im Departement Design an der Zürcher Hochschule der Künste und ist dort im Museum für Gestaltung in der Grafiksammlung tätig. Seit 2017 studiert sie Design Research am HKB / MA Design.

Tania Prill

ist Grafik-Designerin (Studio Tania Prill, Zürich) und leitet das HfK-Masterstudio «School of Visual Combinations». Jüngste Veröffentlichungen: «Unter dem Radar – Underground- und Selbstpublikationen 1965–1975» (2016, Hg. mit Annette Gilbert und Jan-Frederik Bandel), «Typografie als künstlerisches Ereignis» (2016, Hg. mit Michael Glasmeier), «MONEY» (2015, mit Alberto Vieceli und Sebastian Cremers). Tania Prill war Professorin für Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) und ist seit 2010 Professorin für Typografie an der Hochschule der Künste Bremen (HfK), wo sie das AIP–Archiv of Independent Publishing koordiniert.

Rejane Salzmann

studiert an der School of Visual Combinations, MA Studio Integriertes Design HfK Bremen

Studio Harris Blondman

ist das preisgekrönte Grafikdesignstudio von Harry Bloch und Joris Landman. Das schweizerisch-niederländische Studio verbindet klassisches Redaktions- und Designwissen mit New-Media-Expertise und kreativem Coding und arbeitet an der Spitze der grafischen Tradition und des digitalen Experiments. www.harrisblondman.nl

Saskia van der Meer

hat an der Hochschule für Künste Bremen Integriertes Design im Schwerpunkt Grafik und Bewegtbild studiert. Seit 2019 arbeitet sie als selbstständige Grafikerin und unterrichtet im Bereich Integriertes Design an der Hochschule für Künste Bremen.

Andreas Vogel

ist Kunsthistoriker mit Promotion zum spätabsolutistischen Städtebau, Kurator, Kritiker, Text- und Kulturarbeiter. Tätigkeiten an verschiedenen Museen, darunter 1999/2000 als Kurator des Kunstvereins in Konstanz. Von 2001–2015 arbeitete er in verschiedenen Leitungsfunktionen an der F+F Schule für Kunst und Mediendesign in Zürich, ab 2011 als deren Rektor. Seit 2015 engagiert er sich in der Funktion des Fachbereichsleiters Gestaltung und Kunst an der HKB Hochschule der Künste Bern. Andreas Vogel war von 2006 bis 2014 Mitglied der Kunstkommission der Stadt Zürich, von 2013 bis 2018 Jurymitglied der Guggenheimstiftung und gehört seit 2016 dem Stiftungsrat der Berner Designstiftung an.

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Call

Das an der Hochschule der Künste Bern entstehende Archiv soll mit diesem Call für diejenigen geöffnet werden, die mit persönlichen, politischen, sozialen oder künstlerischen Publikationen einen Beitrag zur Geschichte unabhängiger Magazinformate in der Schweiz leisten möchten. 

Was suchen wir?

Unabhängige serielle Publikationsprojekte seit den 1960er-Jahren mit Schwerpunkt Schweiz (alle Drucktechniken, Webseiten, Mailinglisten).

Was wird damit passieren?

Die Publikationen werden in möglichst grosser Auswahl digital reproduziert, öffentlich zugänglich und findbar gemacht.

Die physischen Publikationen können in die Mediothek durchgehend aufgenommen oder nach Beendigung des Projekts zurückgeschickt werden.

Der Fachbereich Konservierung und Restaurierung der HKB kann den Erhalt fragiler und wertvoller Publikationen sichern.

Wie übermitteln?

Die Publikationen können in der Hochschule der Künste vorbeigebracht, uns per Mail oder auf dem Postweg übermittelt werden (anfallende hohe Versandkosten können nach Vorabsprache übernommen werden).

Kontakt

Hochschule der Künste Bern
Mediothek / Wir publizieren
Fellerstrasse 11
CH-3027 Bern

info@wir-publizieren.ch

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