TitelOrtJahrBeschreibung
#0Zürich2017–
A-BulletinZürich1978–
Afrika-BulletinBasel1976–
Agitation. Zeitschrift der fortschrittlichen Arbeiter, Angestellten, Schüler und StudentenZürich1969–73
AlpenzeigerAarau1975–95
Alternative. Die andere Urner ZeitungAltdorf1973–2000 / 248 Ausgaben
Anima
Antisexistische Schrittversuche. Für die Auflösung männlicher MachtstrukturenZürich1987
Apero. Proliterarisches AperiodikumGurtendorf1967–72
Art PowerLausanne1970–75
Aspekte
Auf die Barrikaden!Zürich1974
Basler kommunistische ZeitungBasel1976–
Betriebskampf. Organ des EK Einheitskomitee der WerktätigenBasel1975–78
Brand-New-Life. Magazin für KunstkritikZürich2015–
Brecheisen / Brächise1981– / 17 Ausgaben
Bärner TelefonzytigBern1981–83Im Rahmen der Achtziger Jugendunruhen gründeten Mitglieder der Berner Bewegungsszene 1981 eine Telefonzeitung, durch die sich Interessierte über aktuelle Ereignisse aus den Bereichen Politik und Kultur sowie Veranstaltungen in der Bewegungsszene informieren und anhand dieser Informationen vernetzen konnten. Die Berner Telefonzytig, die sich an der Zürcher Telefonzeitung orientierte, war als Verein organisiert und finanzierte sich vor allem durch Spenden und Mitgliederbeiträge der Hörerschaft. Sie war in einer ersten Phase in einem Stall des Autonomen Jugend- und Begegnungszentrums (AJZ) in der Reithalle stationiert. Die Telefonzytig musste ihren Betrieb wegen Räumungen und/oder Schliessungen der Reithalle durch die Polizei mehrmals einstellen und die Lokalität schliesslich wechseln. Ausserdem geriet sie wegen angeblicher Aufwiegelung zu Gewalt mehrmals mit den städtischen Behörden in Konflikt. Die Betreiber begriffen die Telefonzytig als alternatives Informationsmedium zu den kommerziellen Printmedien der Stadt Bern wie der «Berner Zeitung» oder dem «Bund», an denen sie insbesondere eine einseitige und tendenziöse Berichterstattung kritisierten. Die einzelnen Bulletins wurden in der Regel täglich jeweils am Abend auf ein sog. Alibiphon, eine frühe Version des Anrufbeantworters, gesprochen und konnten dann durch das Wählen einer offiziell aufgeschalteten Telefonnummer abgehört werden. Eine einzelne Ausgabe war jeweils in einen ersten Teil mit Informationen zu aktuellen Geschehnissen in der Politik und einen zweiten Teil mit Hinweisen auf kulturelle oder politische Veranstaltungen gegliedert. – Schweizerisches Sozialarchiv, Dokumentation Subkultur Bern - Telefonzytig [TON] (F_1027)
Bürgerblatt. Kritisches Magazin für den Aargau1981–
ChäslagerStans
Cultrun. Lateinamerika InformationWädenswil1974–81
D'Chersite. Zeitung vom und ums Jugendhaus WinterthurWinterthur1975–76
De root Leu. Zeitung der Arbeitsgruppe JugendzentrumWinterthur1974
Der KreisZürich1943–67
Der Löwe / Die LöwinBern1974–76Der Löwe/Die Löwin (1974-77) wurde als «kulturphilosophische Zeitschrift» vom Künstler und Philosoph G. J. Lischka in Bern beim kurzlebigen Verlag Lisbet Kornfeld (der Ex-Frau des Galeristen und Auktionators Kornfeld) herausgegeben. Insgesamt erschienen neun thematische Ausgaben (u.a. «Aktionismus», «Theorie», «Realismus», «Fotografie» und «Frauen») mit zw. 64 und 90 Seiten im Format 12.3×18.5/9 cm. Ziel der Zeitschrift war es in den Worten des Herausgebers, Kunst, Medien und Theorie so miteinander zu vermischen, dass der «Nerv der Zeit» getroffen werde. Auf der einen Seite pflegte die Zeitschrift also bewusst Transdisziplinarität, auf der anderen einen Jargon, die Ästhetisierung von Theorie. Als Vorbild für die explizit eintönige Gestaltung – der nicht besonders leserInnenfreundliche dichte Satz – und der Aufbau der Zeitschrift könnte das kurz zuvor (1973) gegründete Kunstforum gedient haben. Die Vertriebsstruktur und Auflagenzahl der Berner Zeitschrift deuten – im Gegensatz zu ihrem Vorbild – auf eine geringe Verbreitung hin. Der Löwe/die Löwin bleibt ein grösstenteils lokales Phänomen. Für die thematischen Ausgaben werden Interviews mit und Zitate von Künstler_innen, Theoretiker_innen sowie Werkdokumentationen zusammengetragen, die jeweils durch ein kurz (teilweise stichwortartig) gehaltenes Editorial eingeführt werden. Sowohl das Editorial wie auch die einzelnen Beiträge weisen gegenüber Überlieferungstraditionen der Kunstkritik und -theorie ein gewisses Desinteresse auf. Es handelt sich meist um kommentiertes Recherchematerial. Die Verfahrensweise (aber nicht der Stil) weist eine Verwandtschaft zur im Jahr zuvor, 1973, veröffentlichten Publikation Six Years: the Dematerialization of the Art Object From 1966 to 1972 von Lucy Lippard, auf. Wie bei Lippard ist hier auch eine Person, der Herausgeber G. J. Lischka für die Beiträge zuständig, er führt alle Interviews durch, sammelt Zitate, Werkdokumentationen und verfasst das Editorial. Der Klappentext dagegen nennt als Autor_innen «Internationale Fachmänner aus der ganzen Welt». Diese behauptete Internationalität, die im Widerspruch zum in den Ausgaben wiedergegebenen Privatkosmos des Herausgebers steht, unterstreicht in ihrer Grossspurigkeit eher die tendenzielle Provinzialität der Zeitschrift, ihre Tendenz zum «Egozine». Als solches beschränkt sich der Löwe/die Löwin auf eine subjektive Perspektive und Meinung. Die Zeitschrift dient G. J. Lischka als Werkzeug zur Selbstinszenierung als Theoriefigur im künstlerischen Feld.
Die rote Anneliese. Kritisches OberwallisBrig-Gils1973–
Die rote InfusionZürich1973–76
Die Westtangente1974
Drahtzieher. Zeitung aus der Bewegung der UnzufriedenenBern1980–83
EisbrecherZürich1980–81 / 10 Ausgaben
El Pais. Zu Ehren von Santa Catalina de Alejandria [produkt der unabhängigen verkörperung catalinas (die heilige)]Küttingen1998
ElmexZürich1979
Emanzipation. Feministische Zeitschrift für kritische FrauenBasel / Bern1975–96
EngelmacherWinterthur
FabrikzeitungZürich1984–1972 kaufte die Stadt Zürich die Rote Fabrik, ein leerstehendes Fabrikgebäude am linken Zürichseeufer. Fünf Jahre später entschied das Zürcher Stimmvolk, dass darin ein Kultur- und Begegnungszentrum entstehen soll. Es dauerte aber bis 1980, als im Zuge der Zürcher Jugendunruhen, die IG Rote Fabrik gegründet wurde und das Kulturzentrum als Versuchsbetrieb für sieben Jahre seine Tore öffnen konnte. Das Rahmenprogramm der Fabrik beinhaltete Konzerte und Theateraufführungen, zudem wurden Atelierplätze zur Verfügung gestellt. Als Kommunikationsmittel und Veranstaltungsprogramm gibt die IG Rote Fabrik seit 1984 zehnmal jährlich die Fabrikzeitung heraus. Die einzelnen Ausgaben sind monothematisch angelegt, mit kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Schwerpunkten. Ein fixes Layout gibt es nicht, vielmehr bezieht sich die Gestaltung auf den jeweiligen Inhalt. Die Grafik wird von Gestalterteams für einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren übernommen. Mit ihrer offenen Ausrichtung gilt die Zeitung als Experimentierfeld für junge Designer. In den 80er Jahren wurde die Fabrikzeitung in einer Auflage von 15’000 Exemplaren produziert und gratis an Abonnenten versandt oder per Verteiler gestreut.
Feministisches Bulletin. Beiträge zur Diskussion in der FrauenbewegungBern
FocusZürich1969–79
FRAUeZitigZürich1975–94
Gasseblatt. Stadtzeitung für Zürich, Basel und für den Knast Regensdorf-SchällehuusZürich1976–78
Guete Morge1970–80
Hapt
HAZinfo. Mitteilungen der Homosexuallen Arbeitsgruppen ZürichZürich1972–76
Hey. SOH-Info-MagazinZürich1972–83
HofnachrichtenZürich1980–2016
Hot Raz TimesZürich1973–75
Hotcha! Fun Embryo InformationZürich1968–2008Die Zürcher Untergrundzeitschrift HOTCHA! – Fun Embryo Information, gegründet von Urban Gwerder, erschien erstmalig im März 1968. HOTCHA! wurde auf Anraten von Julian Beck, dem Gründer des Living Theatre in New York, ins Leben gerufen. Gwerder, der eine Aufführung des o.g. Theaters besuchte, legte nach der Vorstellung eines seiner selbstgeschriebenen Bücher auf den Rand der Bühne. Beck nahm daraufhin Kontakt zu Gwerder auf und ermutigte den Zürcher zur Gründung der Untergrundzeitschrift im Selbstverlag. Gedruckt wurde das Magazin im Offsetdruckverfahren. Die erste Auflage betrug 250 Stück. Im Laufe der 57 Ausgaben steigerte sich die Anzahl der produzierten Exemplare auf 5000. Nach vier Jahren wurde das Printmedium 1971 eingestellt. Das ausgeklügelte Distributionsmodell und die sich stetig erhöhende Auflagenzahl weisen auf eine in diesen vier Jahren erreichte Popularität hin, die bis heute anzudauern weiss. Seinem Selbstbeschrieb nach war HOTCHA! eine «kreative Sippenzeitung für Subkultur, alternative Mutation, (R)evolution, Bewusstseinserweiterung, Leben, bizarre und Community-Bedürfnisse». All diese verfolgten Zwecke lassen sich auch in der visuellen Erscheinung des Magazins finden. So kann man beispielsweise gezeichnete Tarot-Karten zum Ausschneiden inklusive Anleitungen, Mandalas mit Texten zur Bewusstseinserweiterung, Zeichnungen zu der «Micro-Biotiker»- Ernährung, Panther-Illustrationen zu der Black Power-Bewegung und vieles mehr finden. Wie die meisten in dieser Zeit in Europa und den USA entstandenen nonkonformistischen Zeitschriften widmete sich auch HOTCHA! Musik, Kunst, Esoterik, alternativen Lebensentwürfen und -formen sowie regionalen und internationalen Ereignissen. Sie funktionierte als Gegenmedium zu Mainstream-Publikationen, zeichnete sich durch Zensurfreiheit aus, besass keinerlei Werbeannoncen und diente der Protestkultur und Unterhaltung zugleich. Ihrem Schöpfer Urban Gwerder bot sie die Möglichkeit der Vernetzung einer Subkultur, die besonders in der Schweiz zunächst aus einem kleinen Verbund gesellschaftlicher Aussenseiter bestand, der sich über die Jahre zu einer Bewegung formierte. HOTCHA! wurde nicht nur erstes europäisches Mitglied im US-amerikanischen Underground Press Syndicate, sondern konnte auch zahlreiche Erstveröffentlichungen verschiedener regionaler und internationaler Künstler verzeichnen, wie etwa Werke von Robert Crump, H.R. Giger oder Sergius Golowin. So wurde HOTCHA! in der intellektuellen, alternativen Szene stark rezipiert und erreichte schnell Kultstatus.
HurraniaZürich1981 / 4 Ausgaben
Infrarot. Sozialistische InformationsschriftWetzikon1971–74
K-BulletinZürich1998–2002
Kamikaze. Zeitung aus der Zürcher Bewegungab 1981
KlassenkampfZürich1972–74
Knapp Daneben1997–2004A5-Fussball-Fanzine
Kontakt. Scherers Kontaktanzeiger für FreundeZürich1976
Kulturmagazin. Demokratische Kunst und KulturpolitikBasel/Bern1977–93
Kämpfendes Afrika. Informationen über den afrikanischen BefreiungskriegZürich1971–86
Lavabo
LesbenfrontZürich1975–86
Libertäre BlätterGruppe James Guillaume war eine Gruppe von jüngeren Anarchisten in Zürich, die durch die 68er Unruhen aktiviert worden sind (die im übrigen in der Schweiz kaum richtig zum Ausbruch kamen), sich im Winter 1970 formierten und vorerst die Anarchistischen Blätter und später die Libertären Blätter herausgaben.
links umZürich1974–76
Magnum
MaulwurfZürich1972–86
Megaphon. Nimmt kein Blatt vor den Mund!Bern1987–92
Migrant JournalBasel2017–19
Minimal RockLugano1976–81
NeutralitätBasel1963–74
Ofra BulletinBern1977–
PeriodicoBern2017–
PfuiKloten1978
Plädoyer. Die Zeitung der MinderheitenZürich1974–
POCH-ZeitungBasel1974
PolemosBasel1963–71
ProvenceBasel2009–
Radikal. Zeitung für den brodelnden Untergrund1976–
Rebell. Zeitung von und für Rebellinnen und RebellenBern1975–78 / 24 Ausgaben
RespektiveZürich2010–13
Revolutionäre Politik. Organ der Revolutionären Aufbauorganisation Zürich (RAZ)Zürich1972–76
Romp. Polit Punk und Underground ZineLuzern1989–
Rote Fahne. Zentralorgan der kommunistischen Partei der SchweizZürich1973–80
Rote HilfeZürich1975–76
Roter Prolet. Organ der Kommunistischen Bewegung / Marxisten-Leninisten (KB/ML)Zürich1975–83
Sapalot1968
Scharotl. Die Zeitung des fahrenden Volkes in der SchweizBern1975–76
SchinaguBern1972–74 / 8 Ausgaben
SchwarzpeterBern1974–79 / 32 Ausgaben
Soft Art PressLausanne1975–79
Sondern. Jahrbuch für Text und BildBerlin / Zürich1976–86
Spirale. Internationale Zeitschrift für junge KunstBern1953–64
Steibock. Politisch-kulturelles Magazin für den Kanton NidwaldenStans1974–86
StilettZürich1979–82
Subito. Bewegungsabhängige Bewegungszeitschrift für d'Bewegig vo de BewegigZürich1980 / 3 Ausgaben
SUBr. Subrman, subrmodern, subrmarkt, subril, subjekt, substanz, subaltern, subkulturDornbirn1974
S’fräche Blatt. D’Zitig fürs andere ZüriZürich1976–79
The Cthulhu News1966–67
The ThingBasel1997–2000
The Vanderlove Letter. A Newsletter About Contemporary ArtGeneva2018–
Tick
VH 101. Revue trimestrielleZürich / Paris1970–72
VivaChur1972–88
Wake-UpNiederlenz1970–80
We Are The Artists2004–12 / 16 Ausgaben
Werkstattheft. Werkstatt schreibender Arbeiter ZürichUetikon1975–86
WhämmliBasel1971–72
Yamsknoll. Für kreative Revolution und das Leben überhauptRiehen1969
Zündstoff. Zeitung der Lehrlingsbasis ZürichZürich1974–77
Zürcher HistorikerZürich1969–84
Zürcher NachtanzeigerZürich1981 / 11 Ausgaben
Zürcher TauchsüüderZürich1981–82 / 2 Ausgaben
Züri-Geschnäzlets. Eine BleiwüsteZürich1981 / 1 Ausgabe